Seit vielen Jahren erfreut Holger Jürgensen die Leserinnen und Leser des Ostholsteiner Anzeiger mit seiner ornithologischen Kollumne "Vogelkunde AKTUELL". Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen seiner neusten Beiträge über die spannende Welt der Vogelkunde.

Vogelkunde - Der Clown der Meere - der Papageitaucher

Vogelkunde - Der Clown der Meere - der Papageitaucher

Die großartigen schleswig-holsteinischen Brutvogelatlanten sowie der Band 6 mit den seltenen Vogelarten unserer Heimat erwähnen ihn höchstens "am Rande". Und die zugänglichen Avifaunen über unsere Inseln Fehmarn und Sylt behandeln diesen bunten Vogel auch nicht besser - er trägt dabei eine "eigene Schuld".

Da der Papageitaucher sich außerhalb seiner Brutzeit ständig draußen auf dem offenen Meer aufhält, sieht ihn kaum jemand - er lebt pelagisch, er verbringt einen Großteil seines Lebens auf hoher See, er ist eine Pelage. Bis zum Jahr 1830 hat es den "Pinguin der Nordhalbkugel" mit zwei bis drei Brutpaaren auch auf Helgoland gegeben, und gelegentlich tauchen durch Windverdriftung noch vereinzelt Exemplare im Sommer dort auf.

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Vogelkunde - Das Wunder der Vogelfeder

Vogelkunde - Das Wunder der Vogelfeder

Wilhelm Busch schreibt im ersten der sieben Streiche von "Max und Moritz" über seine Witwe Bolte und die Nutzung der Hühner dieser armen Frau : " ... nimmt man auch ihre Federn zum Gebrauch, in die Kissen und die Pfühle ( Verf. : veraltet auch für Kissen ), denn man liegt nicht gerne kühle". Und bei Tobias Knopp heißt es "... wärmehaltend ist die Feder".

Dann haben wir bereits geklärt, dass eine Vogelfeder zunächst einmal eine wärmende Aufgabe erfüllen kann; wenn wir die "Knopp-Trilogie" von Wilhelm Busch weiterlesen, präsentieren ihre vier männlichen Klassenkameraden vor der dicken, netten Jule Kunststücke - zu vergleichen mit dem in der Balz bunten Federkleid männlicher Vögel - Imponiergehabe bei der Weibchenwahl.

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Vogelkunde - Vom "Entenheinrich" zum Zoodirektor

Vogelkunde - Vom "Entenheinrich" zum Zoodirektor

Das moderne Wissen um die Ornithologie ist von Jahrhundert zu Jahrhundert und von bedeutenden Männern und Frauen zu ihren Nachfolgern fortgeschrieben worden und dabei gewachsen. Jeder ernsthafte Vogelbeobachter, dessen derzeitiges Wissen wir den Generationen vor uns verdanken, sollte sich daher einmal mit dem meist sehr interessanten Leben solcher Wissenschaftler beschäftigen.

Der Arzt Oskar Heinroth ist so ein interessanter Forscher, der 1871 geboren und 74 Jahre alt wurde. Er entstammte einer Musiker- und Gelehrtenfamilie in der Nähe von Mainz. Schon sehr früh traten seine besonderen Anlagen zutage. Nach einer Pockenerkrankung im Säuglingsalter verblieben schwere Seheinschränkungen, so dass er diesem Umstand offenkundig sein geschultes Gehör verdankte. Seine ersten Gehversuche soll Heinroth im Hühnerstall gemacht haben, wo er mit drei oder vier Jahren die einzelnen Hennen an ihren Stimmen erkennen konnte. Die Vorschulzeit verbrachte er gerne - oft gegen den Willen der Eltern - mit der Beobachtung der Verhaltensweisen junger Enten und Gänse, was wohl in der Schule zu seinem Spitznamen "Entenheinrich" geführt hat.

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Vogelkunde - Vom Lebensalter unserer Vögel

Vogelkunde - Vom Lebensalter unserer Vögel

Vor dem offensichtlich durch unsere Zivilisation bedingten Rückgang einiger Vogelarten ( Stichwort : Artensterben ) erscheint es zumindest wissenswert, welches Lebensalter Kleinvögel "normalerweise" in "freier Natur" erreichen können. Unter der Bezeichnung "Kleinvögel" werden in der Regel "Sperlingsvögel" verstanden, deren Zusammensetzung jedoch nicht nur aus Sperlingen besteht. Fast alle Singvogel-Arten gehören in diese grobe Einteilung.

Welches Alter ein Vogel erreicht, wird von sehr unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Zunächst gibt es ein artspezifisches Höchstalter, das sehr eng mit der Lebensweise, der Brutbiologie und dem Zugverhalten zusammenhängt. Zur Überlebensstrategie gehören auch der Umgang mit dem Feinddruck sowie mit negativen klimatischen Einflüssen.

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Vogelkunde - Das Skelett der Vögel - oft filigran, jedoch hochstabil

Vogelkunde - Das Skelett der Vögel - oft filigran, jedoch hochstabil

Beim Verzehr eines Grillhähnchens kommt man den Knochen des Vogels immer näher - aber ihrer Betrachtung wird normalerweise dabei nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt.

Bei der Beurteilung des Skeletts eines Eisvogels - unser heutiges Bild - fällt besonders das verhältnismäßig große Brustbein auf, das aus einer breiten Schale besteht, in der das Herz, der Magen und die Leber ruhen. An dem sich nach außen erhebenden Brustbeinkamm sitzt die Flugmuskulatur. Im Vergleich zu diesem gewaltigen Knochen ist das Pendant zum Säugetier vergleichsweise winzig; nicht einmal die Fledermäuse haben es fertiggebracht, so einen Kamm zum Ansatz ihrer Muskeln zu entwickeln.

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