Seit vielen Jahren erfreut Holger Jürgensen die Leserinnen und Leser des Ostholsteiner Anzeiger mit seiner ornithologischen Kollumne "Vogelkunde AKTUELL". Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen seiner neusten Beiträge über die spannende Welt der Vogelkunde.

Vogelkunde - Vögel in der Musik - Musik der Vögel

Vogelkunde - Vögel in der Musik - Musik der Vögel

Das Repertoire der Stimmenfülle unserer Singvögel ist weit gefächert - vom Glockenklang der Rufe der Meisen, über das "Auf und Ab" des Zilpzalps, den typischen Mairuf des Kuckucks, die schnellen Folgen "zitternder und erregt-heller Töne" des Rotkehlchens, den anhaltende Fluggesang der Feldlerche mit Imitationen anderer Vogelarten bis hin zur "Königin der betörenden Töne" - der Nachtigall.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass in einer zurückliegenden Zeit des heute oft verloren gegangenen, besinnlichen Aufenthaltes in der Natur, das Morgenkonzert der Vögel im Frühling für den Menschen eine besonderer Bedeutung innehatte und in phantasievollen Mythen und Redewendungen seinen Niederschlag fand - besonders unsere tiefe Beziehung zum Gesang der Nachtigall. Der Legende nach ließen sich Nachtigallen am Grab des ermordeten Sängers Orpheus auf der Insel Lesbos zur Trauerklage nieder, da er zu Lebzeiten mit seinem Gesang "Götter, Menschen, Tiere und sogar Bäume" betört hatte.

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Vogelkunde - Winter unter südlicher Sonne

Vogelkunde - Winter unter südlicher Sonne

Der lyrische Dichter Eugen Roth ( 1895 - 1976 ) weiß : "Die Wissenschaft, sie ist und bleibt, was einer ab vom anderen schreibt - doch trotzdem ist, ganz unbestritten, sie immer weiter fortgeschritten". Aus seiner Feder soll auch die Erkenntnis stammen : "Standvögel bleiben, wo sie sind, Strichvögel wechseln wie der Wind; Zugvögel ziehen nach Afrika und sind oft in vier Tagen da ..."

Nach allen derzeitig vorliegenden Erkenntnissen des Vogelzuges kann man ein Bild eines typischen Langstreckenziehers mit frühem Wegzugtermin im Herbst ( zum Beispiel Mauersegler, Kuckuck oder Grasmücke ) ins zentrale oder südliche Afrika wie folgt zeichnen :

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Vogelkunde - Von Enten, die auf Bäumen brüten

Vogelkunde - Von Enten, die auf Bäumen brüten

Die im zweiten Brutvogelatlas für Schleswig-Holstein dokumentierte Zunahme an heimischen Brutvögeln der Schellente hängt in erster Linie von der Tätigkeit aktiver Naturschützer ab, die in öffentlichen Bereichen zahlreiche Nistkästen für diese Vogelart aufgehängt haben, ergänzt durch eine unbekannte Anzahl von Nisthilfen auf privatem Gelände. Das landesweite Vorkommen von ungefähr 700 Paaren hat seinen Schwerpunkt auf der ostholsteinischen Seenplatte und besonders im Kreis Plön.

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Vogelkunde - Von deutscher und von exotischer Ornithologie

Vogelkunde - Von deutscher und von exotischer Ornithologie

Mit Aristoteles, der von 384 bis 322 v. Chr. lebte, und mit Kaiser Friedrich II., der um 1260 das vatikanische Manuskript "De arte venandi cum avibus" ( Die Kunst, mit Vögeln zu jagen ) verfassen ließ, wurde erstmalig vogelkundliche Geschichte geschrieben. Die bereits damals am Rande einer Wissenschaft erhobenen Ornithologie hat aber auch unnötige und herbe Rückschläge erlitten. Herausragend negativ hat sich auf diesem Gebiet der Leibarzt des englischen Königs Karl II. hervorgetan, ein Doktor Walter Charleton, der im Jahre 1668 daran ging, alle Vögel systematisch zu ordnen, unverständlicherweise auch solche, die ihm nur aus der Literatur bekannt waren.

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Vogelkunde - Goldammer - eine Diva mit besonderem Gesang

Vogelkunde - Goldammer - eine Diva mit besonderem Gesang

Sie gehören zu den unauslöschbaren Erinnerungen an unbelastete Schulferien auf einem Bauernhof, wenn der Terzianer mit dem Einspänner auf dem von Knicks umsäumten Sandweg zur Koppel fuhr - die sommerlichen Rufe und Gesänge der Goldammer. Bei späteren abendlichen Vogelstimmenkursen lehrte man uns, ihrem Gesang die ähnlich klingenden Worte "wie wie wie wie hab`ich dich lieb" zu geben - wobei das letzte Wort tief und langgezogen beginnt, um dann klangvoll ansteigend zu enden.

Auch den "volksmundlichen" Engländern ist dazu etwas eingefallen : Sie imitieren den Gesang ihres Yellowhammers mit "little bit of bread and no cheese". Etwas derber ist so ein Spruch aus dem Oldenburgischen überliefert, wo man den Goldammergesang mit "ick schiet in`n Buur sien Schün" beschrieb .........

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